Kein Tag vergeht, an dem sich nicht Passagiere, die von DĂŒsseldorf fliegen, ĂŒber das Chaos beschweren. RegelmĂ€ĂŸig lange Schlangen bei den Sicherheitskontrollen, Probleme mit dem GepĂ€ck und permanente VerspĂ€tungen, insbesondere bei Start nerven FluggĂ€ste. Seit Monaten bekommen die Verantwortlichen des Flughafens den Betrieb nicht in Griff.
Offenkundig ist der Flughafen mit dem hohen Verkehrsaufkommen ĂŒberfordert. TatsĂ€chlich ist die Anlage des Flughafens auch nicht dafĂŒr ausgelegt, so viele  Flugbewegungen und Passagiere abzuwickeln, wie dies in diesem Jahr erfolgt. Der Flughafen hat seine technischen KapazitĂ€tsgrenzen ĂŒberschritten. Weiteres Wachstum fĂŒhrt zu weitem Chaos.
Entgegen der Behauptung der GeschĂ€ftsfĂŒhrung hat diese Entwicklung nichts mit der beantragten erweiterten Betriebsgenehmigung zu tun, denn durch das Recht noch mehr Slots pro Stunde zu planen, erweitern sich ja weder die Abfertigungsstellen, noch die Positionen auf dem Vorfeld und die BahnkapazitĂ€t. Die einzige Möglichkeit, um wieder einen regulĂ€ren Flugbetrieb zu erreichen besteht darin, sich zu beschrĂ€nken und die Zahl der vergebenen Slots zu reduzieren. Die Insolvenz von Air Berlin, die ca. jeden dritten Slot in DĂŒsseldorf  besitzt, bietet dazu die Gelegenheit. Durch die Pleite wird ein Konzentrationsprozess angestoßen, der insgesamt zu weniger Flugbewegungen fĂŒhren kann. Das Flughafenmanagement sollte dies als Chance nutzen statt weiterhin auf Wachstum zu setzen, das man nicht beherrscht.