Gutes hatte der Chef des Düsseldorfer Flughafens in den vergangenen Monaten nicht zu berichten. Hilflos sah das Management zu, wie die Menschen stundenlange auf ihre Flüge warten mussten, weil die Kontrollen zu lange dauerten. Fluggäste bekamen ihr Gepäck nicht und die Flugverspätungen nahmen zu. Selbst die bisher wohlwollend berichtende Presse sprach nun von „Chaosflughafen“ und sah ein überfordertes Management am Werk.
So ist es verständlich, dass Herrn Schnalke jede Nachricht recht ist, Positives zu vermelden, auch wenn die Fakten bei genauerer Betrachtung geschönt sind. Von einer „spürbaren“ Reduzierung der Nachtflüge sprach der Chef des Flughafens diese Tage. Spürbar war für uns Anwohner nur, dass erneut die Stunde zwischen 22 und 23 Uhr die Stunde mit den meisten Landungen war. Diese Stunde lässt Herr Schnalke in seiner Berechnung aber unter den Tisch fallen, genauso, wie die Zeit vor 6 Uhr. Tatsächlich sind in den ersten acht Monaten zwischen 23 Uhr und 6 Uhr 1.366 Maschinen in Düsseldorf gelandet. Alleine im Juli 375. Spürbar ist nur, dass Herr Schnalke jede Gelegenheit ergreift, um davon abzulenken, dass der Flughafen immer rücksichtsloser mit der Nachtruhe umgeht.